Robbie Williams: Countdown zur Welt-Tournee läuft04.11.2005 14:11 Hamburg/Wien (dpa/APA) - Fans von Robbie Williams sputen sich: So war sein Berliner Konzert im Oktober in nullkommanix ausverkauft gewesen, und des Meisters neues Album «Intensive Care» ging innerhalb weniger Stunden gleich 100 000 Mal über die deutschen Ladentische.
Und die hitzige Robbie-Fiebrigkeit hält an, denn es läuft bereits der Countdown zur Welt-Tournee des britischen Superstars im nächsten Jahr, bei dem Internet-User beim Ticket-Erwerb eine Nasenlänge voraus sein können. Auf der neuen Website www.robbiewilliams.com, die bis Weihnachten randvoll mit exuberantem Robbie-Material gefüllt sein soll, kann sich jeder im Inner-Sanctum-Bereich registrieren lassen und erhält dadurch die Möglichkeit, ab dem 9. November Eintrittskarten im Vorverkauf zu erwerben. Gleichzeitig werden auch die exakten Tour-Daten veröffentlicht werden. Der allgemeine Vorverkauf beginnt dann offiziell erst am 19. November. «Es ist mein bestes Album», meinte Robbie Williams über «Intensive Care», das nicht nur in Deutschland auf Anhieb Platz eins der Charts eroberte. «Aber das sage ich von jedem Album», fügt er scherzhaft hinzu. Mit seinem neuen Album, das in Zusammenarbeit mit Songwriter Stephen Duffy entstand, wolle er an die Nostalgie der 80er-Jahre-Musik erinnern: «Es bricht mir manchmal das Herz, wenn ich Songs von damals höre. Und ich hoffe, dass meine Lieder den Leuten noch in 15 bis 20 Jahren das Herz brechen werden.» Zwölf neue Songs sind auf dem Album - Nummern mit aufputschendem Gitarrenrock sind ebenso dabei wie elegische, mit Streichern unterlegte Balladen, in denen «Rob» von der Suche nach der großen Liebe und der Midlife-Krise mit 30 Jahren singt. Synthie-Pop wechselt mit Reggae-Klängen ab, für jeden Musikgeschmack soll etwas dabei sein. «Hier stehe ich siegreich» - so lautet die erste Textzeile von «Ghosts», dem Opener von «Intensive Care». Keine Frage, was die kommerzielle Seite betrifft, kann sich der Brite schon mal selbstbewusst als Gewinner sehen. Der Inhalt erfüllt die Erwartungen, auch wenn Williams kein zweiter Geniestreich wie «I've Been Expecting You» gelungen ist. Auf das kantige, kräftige «Ghosts» folgt die Single «Tripping», ein Song mit an Sting erinnerndem Refrain, zugleich die vielleicht originellste Nummer der Platte. «Make Me Pure» hat einen druckvollen Gospel-Chor, «Spread Your Wings» ist ein bombastischer Up-Tempo-Pop-Song. Mit «Advertising Space» kommt die erste Ballade, musikalisch nicht ganz so originell, aber mit interessantem Text. Im Midtempo bewegt sich das melancholische und zugleich behäbige «Please Don't Die», wie alle Tracks auf der CD. Auf die Tanzfläche lockt «Your Gay Friend», ein flotter Pop-Song mit Augenzwinkern. Mit einem deftigen Achtziger-Disco-Rhythmus stampft «Sin Sin Sin» etwa daher, ausgerüstet mit einem Ohrwurm-Mitsing-Chorus. Und nach dem Partykracher «A Place To Crash» endet «Intensive Care» mit der gefühlvollen Ballade «King Of Bloke And Bird». Robbie Williams hat sich mit «Intensive Care» zwar nicht selbst erfunden, aber auch nicht nur wiederholt, wie es nach «Escapology» zu befürchten war. |
||||
| ||||
|
||||


