Elektronik-Jazz-Pop im Sapporo Sound Motel15.03.2006 12:03 Hamburg - Nasse Straße, dunkle Ecken, finstere Gestalten, Regen fällt - ein Schrei, ein Schuss. In der kaputten Gangster-Welt des Film Noir scheint die Sonne so gut wie nie. Alles ist verkommen, ohne Moral - eine Welt des Zwielichts, der wiederhallenden Schritte auf dem Asphalt, in der die Einsamkeit und Verlorenheit regiert.
Wer den rechten Soundtrack zu dieser düsteren und rätselhaften Welt sucht, ist mit dem Sapporo Sound Motel recht gut bedient: Beats und Sounds treffen auf Cool Jazz und Pop und sorgen reihenweise für heiß-kalte Momente - natürlich mit einem ordentlich Schuss Saxophon. «Musique Noir» heißt das Crime-Jazz-Album von Sapporo Sound Motel, das elegant zwischen Spannung und Entspannung oszillierend die rechte Begleitmusik für die Nacht ist. Sapporo Sound Motel ist das inspirierte und inspirierende Band-Projekt des umtriebigen Jazz-Gitarristen Christian Eckert, der seine eigenen Kompositionen mit Jazz-Klassikern von Walter Gross («Tenderl») bis Harold Arlen («Come Rain Or Come Shine») mixt. «Musique Noir» mag zwar ohne Schlagzeug auskommen, aber natürlich nicht ohne Saxophon, Akustikbass, Flöte - und Gesang, den swingend elegant Eva Mayerhofer beisteuert. Und dass das «Girl From Impanema» auch drauf ist, erklärt sich durch den gewollt populären Ansatz des Sapporo Sound Motels. |
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