Festival bringt Jazz, R&B und Folk nach New Orleans zurück30.04.2006 12:04 New Orleans/New York - Das New Orleans Jazz Festival hat den Klang von Blechinstrumenten, Pfeifen und Trommeln an diesem Wochenende in die zerstörte Südstaatenmetropole zurückgebracht.
Der Folk-Rock-Pionier Bob Dylan eröffnete das erste größere Musikfest der Stadt seit Hurrikan Katrina mit Songs wie «High Water» und «Watching the River Flow». «Dass Dylan gekommen ist und wir diese Tradition fortsetzen können, bedeutet enorm viel für uns», wurde eine Zuschauerin in der «The New Orleans Times Picayune» (Samstag) zitiert. Nach Dylan wollten auch Bruce Springsteen, Paul Simon, Fats Domino und Lionel Richie auftreten. Für das kommende Wochenende haben sich unter anderem der Rapper Big Daddy Kane und Country-Star Keith Urban angesagt. Traditioneller Jazz sowie Rhythm & Blues überwiegen bei dem Festival, das im letzten Jahr 400 000 Besucher nach New Orleans brachte und die Kassen mit rund 300 Millionen Dollar füllte. Ein Sprecher der Stadt würdigte das diesjährige Jazzfest als wichtigen «wirtschaftlichen und emotionalen Antrieb sowie Würdigung unserer Kultur». Ein anderer begrüßte «die Freude, die die Musik nach Monaten des Elends und der Verzweiflung zurückgebracht hat». Hurrikan Katrina hatte mindestens 1300 Bürgern von New Orleans das Leben gekostet. Tausende wurden obdachlos und weite Teile der Stadt verwüstet. |
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