Prince wehrt sich erfolgreich gegen illegalen Konzertmitschnitt21.07.2006 14:07 Berlin - Der amerikanische Rocksänger Prince (48) hat sich vor Gericht in Berlin erfolgreich gegen die Verbreitung eines illegalen Konzertmitschnittes auf DVD zur Wehr gesetzt.
In einem noch nicht rechtskräftigen Urteil des Berliner Landgerichts, das der dpa vorliegt, ist es einem Unternehmen untersagt worden, die DVD «Prince and the Revolution - The Homecoming 1983» weiter zu vervielfältigen und zu verbreiten. Außerdem müssen alle Kopien vernichtet werden. Damit hat, wie der Münchner Rechtsanwalt von Prince am Freitag betonte, erstmals ein deutsches Gericht die bisherige Rechtsprechung zu Bootleg-Tonträgern auch für DVD angewendet, wie es bisher schon bei CDs der Fall war. In diesem Fall hatte in den frühen 80er Jahren ein Konzertbesucher mit einer Amateur-Videokamera ein Konzert von Prince illegal abgefilmt, was 20 Jahre später von dem jetzt beklagten Unternehmen als DVD auf dem deutschen Markt vertrieben wurde. Das Landgericht sieht darin einen Verstoß gegen deutsches Urheberrecht und internationale Abkommen. Außerdem sei das Persönlichkeitsrecht von Prince verletzt worden. Zudem sei die Ton- und Bildqualität so miserabel, dass das Ansehen und der Ruf des Künstlers in erheblichem Maße gefährdet werde. Die Aufnahmen wären in der schlechten Qualität nach Ansicht der Richter unverkäuflich, wenn es sich nicht um ein Konzert von Prince handeln würde. Prince habe daher auch ein berechtigtes Interesse daran, «nicht zu einem Objekt der wirtschaftlichen Interessen desjenigen zu werden, der sich des Bildes bedient». Das beklagte Unternehmen hatte beantragt, die Klage abzuweisen, weil die die betreffenden internationalen Abkommen in Deutschland zurzeit noch nicht in Kraft seien. |
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