Madonna am Kreuz: Kirche kritisiert Bühnenshow14.08.2006 17:08 Düsseldorf - Wenige Tage vor dem ersten Deutschland-Konzert von Popstar Madonna in Düsseldorf regt sich auch in Deutschland Kritik an der Bühnen-Show der 47-Jährigen.
«Wenn jemand Mohammed in dieser Form darstellen würde, gäbe es einen Aufstand», sagte der Sprecher des Erzbistums Köln der katholischen Kirche, Manfred Becker-Huberti. Die US-Sängerin zeigt sich bei ihrer neuen Tournee ähnlich Jesus an einem großen Kreuz. «Es ist besonders perfide, dass in einem christlichen Land in solcher Form christliche Symbole verunstaltet werden dürfen», sagte der Kirchensprecher. Die gesetzliche Lage sei leider «hundsmiserabel». «Es besteht keine Chance, solches blasphemisches Verhalten zu ahnden.» Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft kündigte unterdessen an, das Treiben der US-Sängerin sorgfältig zu beobachten: «Wir werden das im Auge behalten», sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde. Das Strafgesetzbuch stelle die Beschimpfung von religiösen Bekenntnissen und Religionsgemeinschaften unter Strafe, wenn die Äußerung geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören. Bereits in Italien und Russland hatten Konzerte der Sängerin für Proteste von Gläubigen gesorgt. Madonna tritt am kommenden Sonntag in Düsseldorf auf, zwei Tage später in Hannover. |
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