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Ärger für Madonna in Moskau


28.08.2006 11:08

Moskau - Nach den heftigen Diskussionen um die Verwendung religiöser Symbole bei der Show von US-Popsängerin Madonna in Deutschland, kommt es nun auch in Russland zu Problemen.


Madonna

Madonna bei ihrem Konzert in Düsseldorf.

Aus Sicherheitsgründen verbot die Stadtverwaltung von Moskau das Konzert vor der spektakulären Kulisse der Staatlichen Universität und verlegte es in das Olympiastadion im Sportpark Luschniki. «Dort kann die Sicherheit der Zuschauer garantiert werden», sagte die Vize-Bürgermeisterin Ljudmila Schwezowa.

Wegen der religiösen Symbole bei Madonnas aktueller Show «Confessions» (Bekenntnisse) hatte die russisch-orthodoxe Kirche gegen das für den 11. September angesetzte Konzert protestiert. Die russische Mafia drohte nach Berichten in der britischen Presse sogar damit, Madonna und ihre Kinder zu entführen.

Madonna hätte nach russischen Presseberichten in Moskau gern auf dem Roten Platz gespielt, was ihr jedoch verwehrt wurde. Dann wählte sie das Hochhaus der Universität als Kulisse für ihr erstes Konzert in Russland. Dagegen liefen in der vergangenen Woche die Polizei und der Inlandsgeheimdienst FSB Sturm. Das Gelände vor der Universität sei zu klein und zu unübersichtlich für die erwartete Zuschauerzahl. Auch könne die Forderung des Madonna-Managements nicht erfüllt werden, die Studenten in dem Wolkenkratzer am Zuhören zu hindern.

Wenig Glück hatte Madonna auch mit dem angeblich gewünschten Treffen mit Präsident Wladimir Putin. Kurz nachdem die örtlichen Veranstalter stolz mitteilten, die Sängerin werde mit Putin und dessen Familie speisen, dementierte der Kreml offiziell.

Auf dem Roten Platz, dem Allerheiligsten Russlands, durften in den letzten Jahren nur Paul McCartney und die Scorpions Rockkonzerte geben. Andere Stars wie Joe Cocker und Roger Waters (Pink Floyd) wichen auf den angrenzenden Hang hinter der Basilius-Kathedrale aus. Das Luschniki-Stadion, in dem die Olympischen Sommerspiele 1980 stattfanden, ist als Kulisse wenig spektakulär. Hier haben schon Michael Jackson und die Rolling Stones ihre ersten Konzerte in Russland gegeben.

 
 
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