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musiknews  
 

Sting beklagt musikalische Endzeit


20.09.2006 11:09

Hamburg - Der britische Popstar Sting hat ein vernichtendes Urteil über die moderne Musik gefällt. «Wir stehen am Ende des Pop, und der Rock liegt im Sterben», sagte der 54-Jährige dem Magazin «Stern».


Sting

Sting wendet sich der Vergangenheit zu.

Die Musik bewege sich derzeit in einer kreativen Endlosschleife. «Wenn man im Auto Pop-Radio hört, diese Kinderlyrik, die von Dreier- und Fünfer-Akkorden begleitet wird, dann pennt man doch ein.»

Sting lästerte vor allem über die Rockmusik. «Wir haben uns viel zu lange vorgemacht, dass Rock 'n' Roll revolutionär ist.» Das könne man vergessen, denn «Rock ist zu Tode reaktionär». Früher war Sting, der mit bürgerlichem Namen Gordon Matthew Sumner heißt, Sänger der Gruppe The Police.

Die Rettung liegt für den Musiker, der gerade ein Album mit 400 Jahre alten Liedern des englischen Renaissance-Komponisten John Dowland (1563-1626) aufgenommen hat, in der Vergangenheit: in Songs, die zwar «einfache Ohren nicht angreifen», die aber «davon erzählen, dass Musik größer ist als das Getto, in dem wir uns derzeit bewegen». Sting kommt am 22. Oktober zur «Echo Klassik»-Preisverleihung nach München. Er soll dort auch einige Stücke der alten englischen Lautenmusik präsentieren.

 
 
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