Xavier Naidoo widmet sich dem Thema Integration04.12.2006 16:12 Mannheim - Xavier Naidoo (35), Popsänger, hat sich das Thema Integration auf die Fahnen geschrieben. In seiner neuen Show «170 Nationen in einer Stadt» will der Künstler («Dieser Weg») zeigen, wie verschiedene Kulturen und Religionen in seiner Heimatstadt Mannheim zusammenleben.
«Mannheim ist nicht sehr groß und ich glaube, man kann das hier alles noch irgendwie schaffen», sagte Naidoo am Montag mit Blick auf die wiederholten Ausschreitungen in den Pariser Vorstädten. Die Show wird an diesem Dienstag (5. Dezember) im Mannheimer Nationaltheater aufgeführt und kann vom 25. Dezember an im Internet heruntergeladen werden. In kurzen Filmen wird gezeigt, wie Naidoo Jugendliche in Pariser Vorstädten trifft und mit ihnen Musik macht. Auch ein Besuch des Musikers in einer Moschee und einer Kirche in Mannheim steht bei der zweistündigen Show auf dem Programm. Er habe jedoch nicht den Anspruch, Lösungen für Integrationsprobleme aufzuzeigen, betonte Naidoo: «Wir wollten einfach einen Anfang machen. (...) Ich möchte nicht später von meinen Kindern gefragt werden, warum ich nichts gemacht habe.» In dem Programm gehe es allerdings nicht um den «erhobenen Zeigefinger», sondern um Unterhaltung. Die «O live lait»-Show werde im Fernsehen nicht gezeigt, berichtete Naidoo. «Wir wollten einmal ohne Druck von Sendern unser eigenes Ding machen - und nicht wegen Einschaltquoten auf sozialkritische Elemente verzichten, die uns wichtig sind.» Der Popsänger plant künftig jedes halbe Jahr eine neue Unterhaltungsshow - das nächste Mal zum Thema Sport. |
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