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Spielfreude und Albernheiten von Wir sind Helden


23.04.2007 10:04

Hamburg - Die Pop-Band Wir sind Helden steht mit einem neuen Album in den Startlöchern. Am 25. Mai wird ihre dritte Platte mit dem Titel «Soundso» erscheinen.


Judith Holofernes

Judith Holofernes von der Berliner Band Wir sind Helden erklärt ihre Arbeitsweise.

Die zwölf Stücke seien geprägt von einer Experimentierfreude, die auch Ausflüge in andere Genres nicht scheue, sagte Sängerin Judith Holofernes (30) in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. In ihren gewohnt frechen Texten singt sie über menschliche Beziehungen und übt Gesellschaftskritik. Einen Vorgeschmack darauf gibt es schon an diesem Freitag mit der ersten Single «Endlich ein Grund zur Panik».

Frage: Im letzten Lied auf dem Album singen Sie «Lass uns verschwinden - wir lösen uns auf». Ist das etwa eine schlechte Nachricht für die Fans?

Holofernes: «Nein, das ist ein Beweis für unseren wirklich fiesen Humor. Eigentlich geht es in dem Song um eine Zweierbeziehung und metaphysische Fragen. Aber wir haben natürlich mit der Doppeldeutigkeit gespielt und fanden es einfach lustig, mit dem Lied die Platte zu schließen. Es gibt keine tatsächlichen Auflösungstendenzen bei uns.»

Frage: Was zeichnet «Soundso» aus?

Holofernes: «Spielfreude und ein noch schamloseres Ausprobieren von wirklich allem, was uns eingefallen ist. Das haben wir schon immer gerne gemacht. Aber auf den ersten beiden Platten haben wir uns das eine oder andere, nachdem wir herzlich drüber gelacht haben, dann doch verkniffen. Und dieses Mal haben wir uns so gut wie gar nichts verkniffen und weder vor Albernheiten noch vor Ausflügen in andere Genres Halt gemacht.»

Frage: Was hat Sie beim Schreiben der Texte beschäftigt?

Holofernes: «Alles, was mir im Kopf herum schwirrt. Ich schreibe einfach über die Dinge, die mich lange genug fesseln. Am besten klappt das, wenn es so nebenbei läuft. Beim Schreiben gibt es verschiedene Phasen: die am Schreibtisch oder auf dem Sofa sitzen und wirklich Schreiben-Phase und die so tun, als würde ich gar nicht schreiben und stattdessen Spazieren-gehen-Phase. Das ist oft der Moment, wo mir der rettende Reim einfällt. Dann muss ich immer ganz schnell nach Hause, um das nicht zu vergessen.»

 
 
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