Die Bilder zum Sound: «Idlewild» mit OutKast auf DVD30.04.2007 14:04 Hamburg - Mit dem Doppelalbum «Speakerboxxx/The Love Below» hatte das HipHop-Duo OutKast 2003 einen Sensationserfolg gelandet. Seitdem plante die Gruppe einen Musicalfilm über die Musik der 30er Jahre, der jetzt auf DVD erschienen ist. Bryan Barber verfilmte sein Drehbuch und inszenierte mit «Idlewild» einen Streifen, der nicht nur HipHop-Fans gefallen dürfte.
Während der Zeit der Prohibition müssen sich im Süden der USA Club-Besitzer mit Gangstern herumschlagen, die die Geschäfte selbst machen wollen. Club-Manager und Musiker Rooster (Big Boi), ein ziemlich extrovertierter Typ und Frauenheld, steckt in genau dieser Bredouille. Sein zurückhaltender Freund Percival (André «André 3000» Benjamin) ist als Klavierspieler dagegen der Mann im Hintergrund. Für ihn zählt vor allem die Musik - und die Sängerin Angel (Paula Patton), in die er total verliebt ist. Auf Historientreue wird in «Idlewild» kein großer Wert gelegt, so gekonnt werden Musik-Genres und Zeiten in diesem turbulenten Film durcheinander gewirbelt - dem es dabei aber dennoch gelingt, die Atmosphäre der frühen 30er Jahre mit den wilden Zeiten der Flüsterkneipen, der harten Jungs und leichten Mädchen einzufangen. Dazu gehört auch der richtige Sound: Passend zu der Musical-Geschichte bedienen sich André 3000 und Big Boi auf ihrem zugehörigen Album aus dem musikalischen Schatz der 30er Jahre und lassen ihre natürlich funky Form von HipHop auf Jazz, Swing, Soul und Blues basieren. Altbacken wirkt das in keinem Moment, eher subtil, originell und selbst über die großzügige Album-Länge von weit über einer Stunde niemals langweilig. Niemals langweilig ist auch das Musical «Idlewild», das mit mitreißenden Tanz- und Gesangsnummern aufwartet, die in einem zudem ziemlich spannenden und aufwühlenden Film über Gangster, die Freundschaft, die Liebe und die Musik den Rhythmus angeben. OutKast und Bryan Barber ist damit ein unterhaltsamer und schnell inszenierter Film gelungen, der ein größeres DVD-Publikum mehr als verdient hat. |
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