DJ Bobo nach Grand-Prix-Aus: Westliche Länder wurden abgewatscht11.05.2007 13:05 Helsinki - Der Schweizer Pop-Star DJ Bobo ist beim Halbfinale des Eurovision Song Contests 2007 am Donnerstagabend in Helsinki überraschend ausgeschieden. Mit seinem Song «Vampires Are Alive» konnte sich der 39-Jährige nicht durchsetzen.
Von den zehn Ländern, die sich für das Finale am Samstag qualifizieren konnten, stammen neun aus Osteuropa. Daneben kam noch die Türkei ins Finale. Im Interview mit der dpa räumt DJ Bobo ein, er habe keinen Superauftritt hingelegt, macht aber vor allem die starke Solidarität unter den osteuropäischen Fans für das Ergebnis verantwortlich. Frage: Woran hat es gelegen, dass Sie nicht weitergekommen sind? DJ Bobo: «Ja, der Supergau ist eingetreten. Ich war nicht optimal drauf, habe nicht 100 Prozent abgerufen. Daran hat es auch gelegen, ich will die Schuld nicht nur auf andere schieben, das bin ich nicht. Aber für die westlichen Länder wird es im Finale nichts zu lachen geben.» Frage: Vielleicht bündeln die verbliebenen westlichen Länder im Finale ja ihre Stimmen? DJ Bobo: «Das wird nicht passieren. Das Reglement muss überdacht werden. Das wussten wir schon im Vorfeld. Das Halbfinale zu überstehen, ist so brutal schwierig.» Frage: Aber es haben sich ja nicht nur einfach osteuropäische Länder durchgesetzt, sondern auch ein ungewöhnlich interessanter Musikmix. Hatten Sie diese Beiträge auch vorn gesehen? DJ Bobo: «Die Musik ist total egal gewesen. Du hättest auch die türkische Flagge auf die Bühne legen können, drei Minuten lang. Dann hätte das auch geklappt. Das ist überhaupt nicht abwertend gegen die Türkei oder irgendein Land gemeint, aber das ist einfach derartig offensichtlich. Das geht nicht mal gegen mich. Die Holländer sind völlig ausgerastet hinter der Bühne. Das war ein sehr guter Beitrag. Zypern war gut. Andorra hatte einen sehr guten Song. Wir wurden alle abgewatscht, die westlichen Länder - durch die Bank. Das ist schon krass.» Frage: Wie geht es jetzt weiter? DJ Bobo: «Ich weiß nicht, ob die Schweiz nochmal antritt. Es kann sein, dass die Schweizer Fans eben auch sagen, das geht so nicht.» |
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