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Psychedelisches Meisterwerk: Pink Floyds Debüt-Album


10.10.2007 14:10

Hamburg - Sie waren das «Hausorchester des Underground» (Town-Magazin), gehörten zu den angesagtesten Bands in London und der UFO-Club war ihre Spielwiese, wo sie unter zerfließenden Farben sich endlosen Improvisationen hingaben: Der Song «Interstellar Overdrive» gibt noch eine Ahnung von Pink Floyds psychedelischen Anfangstagen.


Pink Floyd

Der Beginn einer steilen Karriere.

«Interstellar Overdrive» ist einer der famosen Songs auf dem vor 40 Jahren erschienen und noch immer unglaublich frischen und mit zahlreichen Effekten versehenen Album «The Piper At The Gates Of Dawn», das zur Geburtstagsfeier als Box Set mit 3 CDs neu aufgelegt wurde. Die Mono-Originalfassung von Pink Floyds Debüt-Album und eine Stereo-Version werden durch eine Raritäten-CD ergänzt, auf der natürlich auch die ersten Singles «Arnold Layne» und «See Emily Play» vertreten sind.

Jenny Fabian, die durch ihren autobiographischen Skandal-Roman «Groupie» berühmt wurde, hat die Wirkung von Pink Floyd zu Beginn ihrer Karriere trefflich beschrieben: «Das Beste waren die Freitagabende, da putzte man sich heraus wie ein alter Filmstar, warf einen Trip ein und ging ins UFO, wo lauter solche Typen waren, holte sich Zuckerwatte und ließ sich treiben, bis die Floyd kamen. Sie waren der erste authentische Klang des Acid-Bewusstseins. Ich legte mich auf den Boden und sie standen da oben auf der Bühne wie übernatürliche Wasserspeier und spielten ihre ausgeflippte Musik, und die Farben explodierten über ihnen und über uns. Es saugte einen total auf, den Kopf, den Körper und die Seele.»

Natürlich hatte Jenny Fabian auch etwas mit Syd Barrett, dem Kopf von Pink Floyd, der glänzende Pop-Songs schreiben konnte, aber zuviel mit Drogen experimentierte und schließlich ganz wegdriftete, um zu einem der großen «schemenhaften Untoten» der Rockmusik zu werden. Im letzten Jahr starb er schließlich im Alter von 60 Jahren.

Barrett war in der Anfangszeit von 1965 bis 1967 der kreative Kopf der Band. Die ersten drei Singles stammten von ihm, die meisten Titel für das erste Album «The Piper At The Gates Of Dawn» und auch der Name. Pink und Floyd waren die Vornamen der beiden Blues-Musiker, die er am meisten bewunderte: Pink Anderson und Floyd Council.

Aber gerade als die Band ihre Weltkarriere startete, wurde er von den anderen hinausgeworfen. Irgendwann hatten sie von seinen Verrücktheiten genug. «Syd glich immer mehr einem irrlichternden (und halluzinierendem) Geschoss», schreibt Schlagzeuger Nick Mason in seinem Pink-Floyd-Buch «Inside Out». Bleiben aber wird das Album «The Piper At The Gates Of Dawn» mit so schrägen Songs wie «The Gnome» oder «Pow R. Toc. H.».

 
 
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