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«Plug Me In»: AC/DC rocken auf DVD


04.11.2007 16:11

Hamburg - Bon Scott in einem weißem «Strampelanzug» mit Gehrock und roter Clownsfliege - das ist schon ein harter Anblick, aber der Auftritt der australischen Hardrocker AC/DC mit «High Voltage» im Oktober 1975 in der Fernsehshow «TV Week King Of Pop Awards» ist der Auftakt einer fulminanten Reise durch annähernd 30 Jahre Band-Geschichte, die auf der Doppel-DVD «Plug Me In» (1975-2003) üppig dokumentiert ist.


AC/DC

AC/DC auf DVD - das rockt!

AC/DC gilt als eine der einflussreichsten, dauerhaft erfolgreichsten, schlicht größten Rockbands der Welt. Seit mittlerweile über drei Jahrzehnten rocken die Australier alles und jeden in Grund und Boden. Nachdem mit der Doppel-DVD «Family Jewels» ihre Karriere vor zwei Jahren bereits umfassend anhand von Clips dokumentiert wurde, konzentriert sich «Plug Me In» auf die Live-Auftritte, übersichtlich aufgeteilt in die Bon-Scott-Ära (1975-1979) und die Brian-Johnson-Ära (1981-2003). Nachdem der für seine Alkoholexzesse bekannte Bon Scott 1980 im Alter von 33 Jahren in London in einem Auto an seinem Erbrochenem starb, fand man wenig später mit dem Engländer Brian Johnson einen adäquaten Ersatz.

An AC/DC kommt keiner vorbei: Besonders alle, die ihre Kindheit und Jugend in den späten 70er und frühen 80er Jahren verlebt haben: Jeden Schultisch, jede Toilettentür und vor allem die Jeansjacken der respektablen älteren Typen zierte der Schriftzug der australischen Rocklegende - Kiss waren die einzig ernsthafte Konkurrenz. Zwischen diesen beiden Alternativen der Rock-Glaubwürdigkeit war man lange Jahre gezwungen, sich zu entscheiden. Beides gut zu finden war unmöglich; wenn es um die Größe der ganz und gar treuen Anhängerschaft ging, siegten AC/DC.

Schön laut und dreckig: AC/DC live ist wie Bier aus Eimern, ein bisschen wie Pubertät. Da wird nicht diskutiert, da muss man sich nicht zu Latin-Rhythmen bewegen, sondern kann selig bei «Highway To Hell» mitbrüllen oder den «Bad Boy Boogie» singen.

Angus Young, der direkt von der Schulbank in seiner Uniform auf die Bühne gesprungen ist, hat sich darüber so seine Gedanken gemacht: «Aus irgendeinem Grund berühren wir junge Leute an einem bestimmten Punkt in ihrem Leben, in der Zeit, in der sie erblühen, von Kindern zu Jugendlichen werden», sagte er einmal in einem Interview über die Musik der 1973 gegründeten Band.

Trotz der großartigen Bon Scott und Brian Johnson ist es Schuljunge Angus, der immer im Mittelpunkt. Er robbt, hüpft, stampft über die Bühne und zeigt immer wieder, dass er alle Hardrock-Tricks auf der Gitarre beherrscht. Dabei scheinen ihn regelmäßig Stromschläge zu durchzucken. Traumhaft.

An das Erfolgsrezept der Gründerjahre haben sich AC/DC im Laufe ihrer langen Karriere immer gehalten. Mal etwas härter, metallischer, dann wieder mehr Boogie oder Blues: Ihre Titel und die kurzen abgehackten Texte, die von Sex und Suff, Liebe und Laster handeln, sind die gleichen geblieben.

Wer davon nicht genug bekommen kann, hat für kurze Zeit die Möglichkeit, auf eine Deluxe-Edition zurückzugreifen, die als Triple-DVD mit zusätzlichen Live-Auftritten aufwartet.

 
 
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