Ein Discoabend mit Madonna10.09.2008 15:09 Frankfurt - Mit Songs wie «La Isla Bonita» und «Like a Prayer» zählt Madonna zu den herausragenden Popvertretern der 1980er Jahre. Auf ihrer «Sticky and Sweet»-Welttournee» bietet die mittlerweile 50-jährige US-Sängerin aber einen Querschnitt durch ihre gesamte 25-jährige Musikkarriere. Dementsprechend abwechslungsreich und bunt war dann auch die Show, mit der sich die Popdiva am Dienstagabend vor gut 40 000 Zuschauern in Frankfurt präsentierte. Das Konzert in der Commerzbank-Arena war der dritte und letzte Auftritt in Deutschland bei ihrer Tournee, zuvor hatte Madonna ihre Show in Berlin und Düsseldorf gezeigt. Allerdings waren die Ränge in Frankfurt nicht komplett gefüllt. Madonna, die bei ihrer Welttournee bis Dezember Auftritte in insgesamt 37 Städten absolviert haben wird, ist mit einer riesigen Crew und einer noch größeren Kleiderkammer unterwegs. 3500 verschiedene Kleidungsstücke soll sie im Gepäck haben, rund 250 Helfer sind dabei. Mit auf der Bühne stehen mehr als zwei Dutzend Tänzer und Musiker. Entsprechend perfekt durchgestylt kommt die Show auch rüber, dafür fehlen dann spontane Momente. Die tänzerische Darbietungen sind aber mindestens so beeindruckend wie die Muskelpakete von Madonna. Hin und wieder verzichtete die Popdiva auf große Showeffekte und sang einfach nur mit einer Gitarre stehend am Mikrofon. Im Gegensatz zu früheren Konzerten, bei denen Madonna mit provokanten Einlagen wie einer gespielten Kreuzigungsszene auf der Bühne für reichlich Aufregung sorgte, zeigte sich die US-Sängerin in Frankfurt eher von einer ruhigeren Seite. Einen politischen Seitenhieb erlaubte sie sich allerdings mit der Videoeinspielung «Get Stupid». Dabei waren zunächst Diktatoren und Tyrannen in eine Reihe mit dem republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten John McCain zu sehen, dann folgten die Bilder von den «Guten», unter anderem mit Nelson Mandela und dem demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber Barack Obama. Ein klares Statement, was aber nicht so recht zu dem restlichen Discoabend mit Madonna in Frankfurt passen wollte. Und auch das Ende des Konzerts fiel recht abrupt aus. Während sich andere Sänger und Bands noch einmal mit «Zugabe»-Rufen auf die Bühne klatschen und rufen lassen, ist bei Madonna die Show nach gut eindreiviertel Stunden einfach vorbei. Dazu erschien der Schriftzug «Game Over» auf den riesigen Videoleinwänden. |
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