Bushido und Lady Bitch Ray bekommen Schützenhilfe15.10.2008 13:10 München - Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat Verständnis für aggressive Rapper wie Bushido oder Lady Bitch Ray, auch wenn sie deren Gewalt verherrlichende Texte natürlich ablehne. «Jede Generation hat versucht zu provozieren», sagte sie der Illustrierten «Bunte». «Letztlich ist es doch nur eine Reaktion auf das, was wir ihr vorleben. Das heißt: Bevor wir die Jugend für diese Provokation verurteilen, müssen wir uns erst mal fragen, ob wir ihr die falschen Signale gesendet haben.» Es wäre schlimmer, wenn es keine Provokation gebe und Generationen nur noch aneinander vorbei lebten, sagte Schavan. Sie sehe allerdings bestimmte Texte äußerst kritisch und lehne diese ab, sagte Schavan der dpa. Dort wo die Grenzen des Jugendschutzes und des Gesetzes überschritten würden, müsse der Staat einschreiten. Hetze gegen Minderheiten dürfe nicht hingenommen werden, aber der Dialog sei wichtig. Etliche Rapper wie Bushido stehen wegen ihrer teils Gewalt verherrlichenden, schwulen- und frauenfeindlichen Texte in der Kritik. Einige Platten dieser aggressiven Rapper stehen auf dem Index und dürfen damit nicht an Jugendliche verkauft werden. |
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