AC/DC melden sich zurück19.10.2008 10:10 Hamburg - Acht Jahre sind in der Rockmusik-Welt eine gefühlte Ewigkeit. Was ist seit dem letzten AC/DC-Album «Stiff Upper Lip» nicht alles passiert? Und doch ist die Band jetzt wieder da. Einfach so, als wäre nichts gewesen - mit einem typischen AC/DC- Album. Es heißt «Black Ice» und enthält gleich neue 15 Titel, wie um die Fans für das lange Warten zu entschädigen. Der Aufmacher «Rock'N'Roll Train» erfüllt gleich alle Klischees, die Fans oder Gegner an AC/DC lieben oder hassen: Fette Gitarrenriffs, einen rumpelnden Beat und Refrains zum Mitsingen. Von der Sorte gibt es etliche auf der Scheibe, etwa das stampfende «War Machine» oder «Money Made». Auch Brian Johnsons Falsett trägt zum Wiedererkennungswert bei, tönt aber gelegentlich etwas bluesiger als früher. Mancher mag einwenden, dass etliche Titel des Albums ähnlich klingen. Aber hat AC/DC sich nicht schon immer gnadenlos selbst kopiert - durchaus mit Erfolg? Erinnert man sich heute nicht vor allem an die Superhits wie «Highway To Hell» oder «Hells Bells», während man die Vielzahl weniger gelungener Songs verdrängt? Außerdem ist eine gewisse Unveränderlichkeit nahezu zwangsläufig mit dem Konzept der vor etwa 35 Jahren gegründeten australischen Band verbunden. Der Bombast-Rock jener Zeit sollte durch einen einfachen, schmutzigen Drei-Akkorde-Sound vorgeführt und gekontert werden. Heute können die nun selber in die Jahre gekommenen Brüder Angus und Malcom Young natürlich niemanden mehr als böse Buben der Rockwelt erschrecken. Mit «Black Ice» haben sie ein gelungenes reifes Werk vorgelegt. Sänger Brian Johnson meint sogar: «Es ist das beste Album, das wir je gemacht haben.» Wenn man die Band in dieser Weise an ihren eigenen Maßstäben misst, muss man sagen: Das neue Album ist sicher musikalisch ausgereift, aber ihm fehlt vielfach das Dreckige und Spritzige aus vergangenen Glanzzeiten. Im nächsten Jahr stellt AC/DC das neue Album auf einer Deutschlandtour vor. Start ist am 5. März in Leipzig. Danach sind zurzeit Konzerte in Düsseldorf (07.03.), Oberhausen (09.03.), Bremen (11.03.), Dortmund (15.03.), Frankfurt/M. (25.03.) und München (27.03.) geplant. Alle Auftritte sind bereits ausverkauft. |
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