Kritik nach Auftritt von Rapper Massiv in Ramallah14.11.2008 09:11 Berlin - Der Auftritt des Berliner Rappers Massiv im palästinensischen Ramallah am Donnerstag hat für Kritik gesorgt. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Markus Löning kritisierte in Berlin das Goethe-Institut als Unterstützer des Konzerts, da der Rapper in seinen Songs Gewalt verherrliche («Der meistgesuchte Junge der euch Kugeln in die Brust jagt»). «Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie das Goethe-Institut auf die Idee kommen konnte, Auftritte eines solchen Rappers in dieser von Gewalt zerrissenen Region mit staatlichem Geld zu unterstützen», meinte der europapolitische Sprecher der FDP- Bundestagsfraktion in einer Presseerklärung. Der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, sieht den Auftritt des Rappers ebenfalls «sehr kritisch». Der Rapper sei innerhalb einer Hip-Hop-Tour in Palästina am Donnerstag auch in Ramallah aufgetreten. Das Konzert sei von dem französischen, britischen und dänischen Kulturinstitut, dem Goethe-Institut und dem Vertretungsbüro Ramallah sowie vom britischen Generalkonsulat in Jerusalem unterstützt worden. Sowohl auf der Website als auch nach Informationen über die Bühnenausstattung seien die Aspekte der Verständigung und des Dialogs angesprochen worden, betonte Lehmann. «Gleichwohl sehe ich den Auftritt des Rappers Massiv sehr kritisch», sagte Lehmann am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Einige seiner Texte sind nicht frei von Gewalt. Das Goethe- Institut richtet aber seine Arbeit gegen Gewalt und Gewaltbereitschaft, es steht für Zusammenarbeit und Dialogbereitschaft. Nicht die Provokation, sondern die Partnerschaft sind seine Grundlage. Das Goethe-Institut ist gut beraten, künftig noch kritischer in der Auswahl solcher Auftritte zu sein.» |
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