Song Contest ändert Abstimmung12.12.2008 12:12 Hamburg/Moskau - Rückkehr der Länderjurys beim Grand Prix: Der Eurovision Song Contest 2009 in Moskau wird mit einer veränderten Abstimmungsregel über die Bühne gehen. Sowohl Juroren als auch Zuschauer stimmen künftig ab. Es soll für jedes Land eine Jury geben, die zu 50 Prozent Einfluss auf die Punktevergabe der jeweiligen Nation hat, wie Ralf Quibeldey, Leiter Talk und Unterhaltung beim NDR, der Deutschen Presse-Agentur dpa in Hamburg sagte. Dies hätten die Verantwortlichen für den Eurovision Song Contest (ESC) auf einer Tagung in der russischen Hauptstadt beschlossen. Das Televoting der Zuschauer schrumpft damit auf ebenfalls 50 Prozent. Die Jury soll jeweils aus fünf Mitgliedern bestehen, «die aus einem professionellen Musikumfeld» stammen. Wer der Jury in Deutschland angehören soll, steht Quibeldey zufolge noch nicht fest. Mit der neuen Abstimmungsregel zeigte er sich sehr zufrieden: «Das ist eine gute Sache. Ich glaube, dass die Qualität der Musik so stärker zu ihrem Recht kommen wird.» Deutschlands Grand-Prix-Chef erwartet künftig einige Überraschungen. «Die Kritik ist ja immer, dass das Abstimmungsverhalten einiger Länder sehr vorhersehbar ist. Ich bin zuversichtlich, dass sich dies durch das neue System ändern wird.» Angaben zum deutschen Vorentscheid, bei dem der Norddeutsche Rundfunk (NDR) immer federführend ist, wollte er noch nicht machen. Die deutsche Pop-Band No Angels war in diesem Jahr in Belgrad (Serbien) auf dem letzten Platz gelandet. Das Finale des 54. Eurovision Song Contest steigt am 16. Mai 2009 in Moskau. In den vergangenen Jahren hatte die Übermacht der osteuropäischen Länder, die sich gegenseitig Punkte gaben, immer wieder für heftige Diskussionen gesorgt. Erstmals seit 1996 kommen die Jurys damit wieder flächendeckend zum Einsatz. |
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