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musiknews  
 

Peter Maffay feiert Tourauftakt in München


30.01.2009 12:01

München - Knall, Rauch, Lichteffekte - all' das braucht Peter Maffay nicht für einen gelungenen Auftritt. Als er die Bühne der Münchner Philharmonie betritt, reicht allein sein Rocker-Charme, um mehr als 2000 Fans zum Toben zu bringen.


Peter Maffay

Peter Maffay beim Tourauftakt der "ewig Tour 2009" in der Philharmonie im Gasteig in München

Mit wallender Mähne, in enger schwarzer Lederhose, das Hemd bis zur Brust aufgeknöpft, eröffnet der «Vater des Deutschrock» am Donnerstagabend seine Tournee 2009. Und er macht klar, dass bei dieser Tour wirklich nur die Musik im Vordergrund stehen soll: «Es wird einige Überraschungen geben», verspricht er dem Publikum.

Mit drei akustischen Gitarren und einer gefühlvoll gesungenen Ballade beginnt der Abend. Fast nachdenklich wirkt Maffay bei dem Song «Schnee, der auf Rosen fällt». Maffays Plan, bei dieser Tour in kleineren Hallen mit besserer Akustik zu spielen, geht auf. Der Saal erzeugt eine intime Atmosphäre, verbunden mit einem intensiven Klangerlebnis. Ein solcher Raum könne aber auch gefährlich sein, erläutert Maffay nach dem Konzert. «Wenn man zu laut wird, dann überfährt man den Raum. Und wir sind nicht leise, das weiß ich.» Es ist eine Gratwanderung zwischen gutem Klang und Brei, die Maffay und seiner Band in München gelingt.

Im Verlauf des Abends wird die Band in der Tat immer lauter und rockiger. Maffay singt von Liebe, Zivilcourage. Nach gut zwei Stunden hält es die wenigsten Fans auf ihren Sitzen. «Über sieben Brücken musst du gehen» singt das Publikum textsicher mit - vom Kind bis hin zur alten Dame.

Auch die versprochene Überraschung wird mit viel Beifall belohnt: Solo-Einlagen von Ray Cooper, dem englischen Percussionisten, Frank Diez mit seiner Blues-Gitarre und Jon Smith am Saxofon fügen dem Maffay-Sound eine besondere Farbe hinzu. Vor allem das Saxofon bringt jazzige Elemente in den rockigen Klang. Auch die anderen Bandmitglieder singen nicht nur in die Mikrofone, sondern wechseln zwischen Schlagzeug, Keyboard und Gitarre. Nach drei Stunden und drei Zugaben entlässt Maffay ein selig-erschöpftes Publikum in die Münchner Nacht.

Bis April wird der inzwischen 59-Jährige 54 Konzerte geben. Das sei eine «heftige Strecke», räumt er ein. Um sich fit zu halten, reiche es aber, regelmäßig zu schlafen und öfter in die Sauna zu gehen. Manchmal falle er nach Konzerten auch einfach in längeres Schweigen, um die Stimme zu schonen. Die Tour 2009 ist bereits ausverkauft, nur für die Open-Airs im Sommer gibt es noch Karten. Da werde sich dann auch das Programm etwas verändern. «Ich glaube, wenn wir das 54 Mal gespielt haben, wächst der Appetit, das eine oder andere zu verändern».

 
 
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