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musiknews  
 

Eros Ramazzotti schreibt seine Lieder meist nachts


28.02.2010 11:02

Freiburg - Der italienische Schmusesänger Eros Ramazzotti schreibt seine Lieder, wenn andere schlafen. «Ich schreibe Musik vor allem nachts, wenn ich alleine und konzentriert bin», sagte der 46-Jährige in Freiburg in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.


Eros Ramazzotti

Eros Ramazotti singt nicht nur über die Liebe.

Mit dem Komponieren und Texten verarbeite er den Alltag. «Natürlich werden meine Texte beeinflusst vom täglichen Leben und auch vom Leben mit meiner Tochter. Manchmal kann mir simples Nachrichtenschauen den Anstoß für einen neuen Text geben.»

In seinen neuen Liedern gehe es daher nicht mehr nur um Liebe, sondern auch um aktuelle gesellschaftliche Probleme wie Kinderarmut, Umweltzerstörung und Jugendgewalt. «Ich will wachrütteln. Wir dürfen nicht die Augen verschließen vor dem schrecklichen Leid vieler Kinder oder davor, dass unsere Welt immer mehr kaputt geht, weil wir so wenig auf die Umwelt achten.»

Ramazzotti startet am 11. März mit einem Konzert in Berlin seine Deutschlandtour. Er beendet damit seine vierjährige Tourpause. Bis Ende März sind Konzerte in neun deutschen Städten geplant. Stationen sind Hamburg, Köln, München, Nürnberg, Stuttgart, Oberhausen, Frankfurt am Main und Halle in Westfalen.

«Meine Songs handeln oft von der Liebe. Ein Weg, den ich auch niemals verlassen werde. Aber ich hielt es für richtig, auch Stücke einzubauen, in denen es um mehr geht», sagte Ramazzotti. «Ein Lied handelt zum Beispiel von der Unfähigkeit zur Kommunikation der Jugendlichen.» Er sehe dies mir Sorge und stehe modernen Medien wie Mobiltelefonen und dem Internet daher skeptisch gegenüber.

«Wir dürfen nicht die Fähigkeit verlieren, zu kommunizieren und uns in die Augen zu schauen, statt in den Computer», sagte Ramazzotti. «Ich glaube, dass wir wieder aufrichtiger werden müssen und dazu übergehen, uns von der Technik helfen statt uns von ihr ersticken zu lassen. Und uns natürlich auch nicht gegenseitig die Luft nehmen», sagte Ramazotti. «Wir müssen uns soweit im Griff haben, dass wir diese Dinge nicht missbrauchen.»

Gespräch: Jürgen Ruf, dpa

 
 
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