Reeperbahn Festival: Ausnahmezustand auf dem Kiez23.09.2010 19:09 Hamburg - Die Veranstalter des Reeperbahn Festivals können sich an diesem Jahr über einen Rekord freuen: Zum fünften Jubiläum des größten Clubfestivals Deutschlands wollen 190 Bands aus 20 Ländern drei Tage lang tausende Musikfans auf dem Hamburger Kiez begeistern. «Wir müssen die Musik aus der virtuellen Welt zurück auf reale Bühnen bringen», sagte Hamburgs Bürgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) bei der Eröffnung des Festivals am Donnerstag. «Die Tatsache, dass das Reeperbahn Festival jedes Jahr mehr Zuschauer und Musiker anlockt, beweist, dass der Wunsch nach echter Musik besteht.» Das genreübergreifende Festival ist bekannt dafür, schon vielen Newcomern zu Ruhm verholfen zu haben: So trat zum Beispiel der schottische Sänger Paolo Nutini bei der Premiere des Festivals im Jahr 2006 auf und wurde daraufhin weltbekannt. «Was hier gespielt wird, strahlt international aus», sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). «Hamburg hat schon immer eine einzigartig innovative Musikszene.» Allerdings treten nicht nur bislang unbekannte Bands in den Clubs rund um die Amüsiermeile auf: Auch die norwegische Sängerin Marit Larsen und die Hamburger Band Fotos sind in diesem Jahr mit von der Partie. Für den Musikproduzenten Seymour Stein ist gerade die Mischung aus internationalen Berühmtheiten und Newcomern das Besondere des dreitägigen Musik-Marathons. Hamburg sei zwar nicht die größte Stadt des Landes, habe aber schon immer die lebendigste Seele und den tolerantesten Geist, wenn es um Musik ginge, sagte der US-Amerikaner, der unter anderem Madonna entdeckte. Das Reeperbahn Festival gehört wegen seines besonderen Konzepts und der hamburgeigenen Dichte an Clubs und Theater laut Festivalsprecher Björn Pfarr inzwischen zu den wichtigsten Treffpunkten der Live-Entertainment-Branche. |
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