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R.E.M. machen nach 31 Jahren Schluss


08.11.2011 12:11

London - Nach 31 Jahren mit Welterfolgen und ausverkauften Hallen wollen die Mitglieder der Rockband R.E.M. («Man On The Moon», «Imitation Of Life») definitiv getrennte Wege gehen.


R.E.M

Das Ende einer Rockband: Michael Stipe (l), Peter Buck und Mike Mills (nicht im Bild) gehen zukünftig getrennte Wege. Foto: Martin Schutt

Während Sänger Michael Stipe noch keine konkreten Zukunftspläne hat, bleiben Gitarrist Peter Buck und Bassist Mike Mills weiter im Musikgeschäft aktiv - allerdings getrennt voneinander. «Musik wird immer die Hauptrolle in meinem Leben spielen», sagte Mike Mills, Bassist der 1980 im US-Bundesstaat Georgia gegründeten Gruppe, in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa in London.

R.E.M. war eine der erfolgreichsten Formationen des alternativen Rocks und kann auf eine 31-jährige Karriere zurückblicken. Ihre 15 Alben verkauften sich weltweit über 85 Millionen Mal. Ihre Bekanntheit nutzten die Pop-Ikonen stets auch, um auf soziale und politische Missstände aufmerksam zu machen.

Seit drei Jahren haben die Musiker jedoch schon die Auflösung von R.E.M. erwogen. «Wir hatten den Eindruck, dass unsere letzten zwei Alben und die Tour sehr stark waren. Wir wollten in einem Hoch aufhören», sagte Frontmann Stipe in dem Interview. Im September verkündeten sie schließlich die Trennung.

Zum Abschied veröffentlichen R.E.M. ein 40 Titel starkes Best-of-Album, «R.E.M., Part Lies, Part Heart, Part Truth, Part Garbage, 1982-2011», das am 11. November erscheint. Es enthält auch drei neue Titel, darunter die Single «We All Go Back To Where We Belong», bei deren Videodreh Stipe Regie führte und damit eine Kostprobe seiner außermusikalischen Talente lieferte.

Ob Stipe, der als Kind zwei Jahre lang in der Nähe von Frankfurt wohnte, in Zukunft als Musiker arbeiten wird, ist noch unklar. Seit einigen Jahren arbeitet er als Filmproduzent und widmet sich außerdem den darstellenden Künsten wie etwa der Fotografie. «Ich war in meinem ganzen Leben als Erwachsener noch nie unabhängig von dieser Band», sagte der 51-Jährige über sein Gefühl der Erleichterung.

Doch auch Gefühle der Wehmut schwingen mit. «Ich werde es vermissen, mit Peter und Michael auf der Bühne zu stehen», meinte Mills. «Die Chemie, die entsteht, wenn wir drei zusammen auf einer Bühne sind, ist unersetzlich.» Freundschaftlich werden sich Stipe, Buck und Mills zwar weiterhin verbunden bleiben, eine Wiedervereinigung von R.E.M. schließen sie indes aus.

 
 
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