Superstars im Supersound: Usher und Alicia Keys als DVD-Audio12.07.2004 15:07 Hamburg - R&B-Star Usher räumt momentan mächtig ab. Jetzt hat er sogar mit den Beatles und den Bee Gees gleichgezogen. In der letzten Woche gelang ihm ebenfalls das Kunststück, gleichzeitig mit drei Singles in den amerikanischen Top Ten vertreten zu sein.
Zudem wurde er kürzlich bei der Verleihung der BET-Awards zwei Mal ausgezeichnet. Er wurde zum «Best Male Artist» gewählt und bekam zudem den «Viewers Choice Award» für das Video zu «Yeah». Jetzt ist bei BMG sein Album «8701» (2001), das mit dem Soul Train Award ausgezeichnet wurde, neu aufgelegt worden - als DVD-Audio. Mehr als 20 Jahre gibt es jetzt bereits die CD, aber die Nachfolger stehen schon bereit: Super Audio Compact Disc (SACD) und DVD-Audio heißen die beiden Kandidaten, die einen wesentlich besseren Klang gegenüber der herkömmlichen Compact Disc bieten. BMG setzt jedenfalls auf die DVD-Audio. Kleiner Nachteil: Ein herkömmlicher CD-Player kann mit einer DVD-Audio nichts anfangen. Es muss ein DVD-Player her, der dieses Format auch lesen kann. Den rechten Raumklang aber erhält man erst mit einer Surround-Anlage, bei der nicht zuletzt auch die Lautsprecher eine gewisse Klasse haben müssen, um den optimalen Hörgenuss zu garantieren, damit sich das Mehr an Musik auch genießen lässt. Empfehlenswert sind hier Universal-Player, die neben der DVD-Audio auch normale CDs, DVD-Audo Plus und SACD abspielen. Mit guter Ausstattung und in guter Qualität ist solch ein Gerät ab gut 800 Euro zu haben. Für den Supersound muss man also erst einmal kräftig investieren, dann aber kommen Klangfetischisten voll auf ihre Kosten. Während nämlich bei einer CD Töne oberhalb von 20 Kilohertz herausgefiltert werden, erreicht die DVD-Audio im Stereobetrieb eine Abtastrate von bis zu 192 Kilohertz und einer Auflösung von 24 Bit. Und da die DVD-Audio zudem mulitmedial ausgelegt ist, ist der Mehrwert enorm: Durch ihr großes Speichervolumen ist nämlich Platz für zusätzliche Bilder und Texte. So kann man bei Usher zwischen dem eigentlichen Album, vier Videos (von «U Remind Me» bis «U Don't Have To Call» einem Making Of, einer Fotogalerie, der Biografie und den Lyrics hin- und herswitchen kann. Mit Ushers Album «8701» sind gleichzeitig acht weitere DVD-Audios bei BMG erschienen: Soul-Wunder Alicia Keys ist mit ihrem Megaseller ««Songs In A Minor» vertreten, von OutKast kommt «Stankonia», Santana gibt es gleich im Doppelpack («Supernatural», «Shaman»), dazu kommt Wyclef Jean («The Preacher's Son»), die Foo Fighters rocken mit «One By One», Luther Vandross präsentiert sein Nummer-Eins-Album «Dance With My Father» und zum Schluss schlägt Altmeister Rod Stewart mit «It Had To Be You» das große «American Songbook» auf. Das Package sorgt dafür, dass der noch etwas magere DVD-Audio-Katalog weiter anwächst: Rund 2000 Titel sind momentan etwa erhältlich, hauptsächlich Klassiker und aktuelle Gassenhauer. Die Zukunfts-CD wird wohl noch etwas brauchen, bis sie schließlich auch in der Wahrnehmung der Verbraucher stattfindet. Aber daran wird gearbeitet. |
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