Wir sind Helden sehen sich nicht als Stars13.04.2005 12:04 Hamburg/Wien (dpa/APA) - Wir sind Helden konnten mit ihrem Debüt «Die Reklamation» groß abräumen. Und mit dem gerade erschienen Nachfolger «Von hier an blind» eroberten sie auf Anhieb Platz eins der deutschen Album-Charts. Als Stars sehen sich die Musiker dennoch nicht.
«Es stört uns, als prominent bezeichnet zu werden», sagte Sängerin Judith Holofernes im Interview mit der APA in Wien. «Es fühlt sich komisch an, ist irreal und hat nichts mit dem zu tun, was wir machen.» Von der Klatsch-Presse will sich die Gruppe nicht vereinnahmen lassen. «Bisher haben wir Beiträge in Boulevard-Blättern mit Humor genommen. Aber mittlerweile stört es uns, wenn Medien über uns berichten, denen wir bewusst keine Interviews geben. Man kann es sich ab einem gewissen Bekanntheitsgrad leider nicht mehr aussuchen, in welchem Umfeld der Name der Band plötzlich auftaucht.» Mit dem Lied «Zieh dir was an» wendet sich Holofernes an Starlets, die sich in diversen Magazinen entblättern. «Das verstärkt nur ein bestimmtes Bild von Frauen, wie man Aussehen muss, wenn man Erfolg haben will. Und das beeinflusst das Selbstwertgefühl von Millionen von Teenagern auf dieser Welt.» Auch an Judith haben sich diverse Medien mit Angeboten für freizügige Fotoshootings gewendet. Helden-Schlagzeuger Pola Roy sagte dazu: «Eine Erniedrigungsgeste. Da hatten wir eine Single mit politischer Botschaft in den Charts - und die Medien kamen und forderten Judith zum Ausziehen aus...» |
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