Zehntausende bei Moerser Jazz Festival16.05.2005 17:05 Moers - Zehntausende Musikfreunde haben sich über Pfingsten trotz Kälte und Regens ein Stelldichein beim 34. New Jazz Festival in Moers gegeben, das am Montag in der niederrheinischen Stadt ausgeklungen ist.
Mit dem letzten Ton verabschiedete sich auch der Gründer und langjährige Leiter des traditionellen Festivals, Burkhard Hennen. Nach ihm wird der Kölner Reiner Michalke die Regie übernehmen und neue künstlerische Schwerpunkte setzen. Zu den Höhepunkten gehörten in diesem Jahr die sechs aufgebotenen Bigbands. Dabei sorgte das englische Colin Towns Mask Orchestra für einen fulminanten Start. Einen ungewöhnlichen Schlusspunkt setzten zwölf Diskjockeys bei der Deutschland-Premiere der DJ Grazzhoppa's DJ Bigband. Filmkomponist Colin Towns lässt in seinen Stücken den Musikern viel Raum zur Entfaltung, den sie in Moers mit großartigen Soli nutzten. Aufregendes und Innovatives boten auch die Gäste aus Japan, etwa Masahiko Satoh, der mit seinem Saifa-Orchester gefeiert wurde. Satoh, einer der bedeutendsten japanischen Jazzmusiker, widmete sein Programm dem Komponisten Masahiko Togashi, der wegen einer Querschnittslähmung nicht mehr spielen kann. Etwas lustlos und wenig inspiriert wirkte dagegen der amerikanische Saxofonist Odean Pope, der mit vielen Größen des Jazz zusammengearbeitet hat. In Moers blieb er eher im Schatten seines außergewöhnlichen Bassisten Gerald Veasley, der mit atemberaubenden Soli für Begeisterung sorgte. |
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