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musiknews  
 

Eine Million Menschen bei Live 8 in Philadelphia


03.07.2005 18:07

Philadelphia - Kein anderes der zehn Live-8-Konzerte rund um den Globus erreichte auch nur annähernd das Zuschaueraufgebot von Philadelphia: Eine Million Menschen kamen nach Angaben der Stadt am Samstagabend zu dem amerikanischen Live-8-Event vor Philadelphias Kunstmuseum zusammen. Für die 21 Jahre alte Studentin Devon Sparks aus Columbus (US-Bundesstaat Ohio) war das Mammutkonzert «das Woodstock meiner Generation».


Stevie Wonder

Auch Soul-Legende Stevie Wonder trat in Philadelphia auf.

Musikstars wie Alicia Keys, die Dave Matthews Band, Destiny's Child, Bon Jovi, Def Leppard und Stevie Wonder wechselten sich auf der Bühne ab - fast sieben Stunden sangen sie gegen Armut und Hunger in Afrika. Rapper Jay Z, Kanye West und Linkin Park vertraten die HipHop-Szene. «Ich interessiere mich nicht sonderlich für Politik», gestand West dem Publikum. «Mir geht es um Menschen. Ich weiß, dass diese Leute sterben. Meine Leute.»

Hollywoodstar Will Smith führte eindrucksvoll vor, wie viele Menschen auf dem schwarzen Kontinent in Folge von Armut und heilbaren Krankheiten ihr Leben verlieren. Am Ende schnippten Hunderttausende Zuschauer vor der Bühne und in den umliegenden Straßen mit den Fingern im Drei-Sekunden-Takt - symbolisch für den Verlust eines weiteren Menschenlebens.

Den musikalischen Auftakt übernahm die vom Rap beeinflusste Pop- Band Black Eyed Peas mit dem Reggae-Hit «Get Up, Stand Up» des gestorbenen Bob Marley in Begleitung von Marleys Frau Rita und Sohn Ziggy. Alicia Keys appellierte an ihre Fans, sich für die Not leidenden zu engagieren: «Dies ist vielleicht unsere letzte Chance.» Sie sei stolz, einer Generation anzugehören, die endlich für Afrika eintrete, sagte Keys.

Philadelphia hatte auf die Vergabe von Tickets verzichtet und stattdessen alle eingeladen, die keine Scheu vor Menschenmassen haben. Die Innenstadt war am Samstag von den frühen Morgenstunden bis weit nach Mitternacht für den Autoverkehr gesperrt. Neun gigantische Leinwände und Lautsprecheranlagen erlaubten Zuschauern in den Straßen rund um das Museum, das Geschehen auf der Bühne live mitzuverfolgen. Obwohl freiwillige Helfer Trinkwasser in Bechern verteilten, forderte die Hitze ihren Tribut: Mehr als 300 Besucher wurden vor Ort medizinisch versorgt, knapp 40 mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

 
 
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Künstler-Informationen zu "M.ill.ion"