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Udo Lindenbergs Merkel-«Affäre»


06.07.2005 12:07

Hamburg - Rockstar Udo Lindenberg (59) geht fremd: In seinem jüngsten Lied besingt der Musiker, ein Freund von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), ausgerechnet eine «heiße Affäre» mit CDU- Chefin Angela Merkel.


Udo Lindenberg singt über Angela Merkel

Udo Lindenberg sitzt in der Bar im Atlantic-Hotel in Hamburg.

«Eine charmante kleine Liebeserklärung», meint der Sänger lakonisch. «Jetzt fragt mich jeder, wie nah wir uns wirklich gekommen sind», sagt der 59-Jährige im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur - grinst und wackelt vielsagend mit dem Hut. Den ironischen Song «Hallo Angie (Das Merkel ich mir)» hat er auf seiner Homepage erst einmal ins Internet gestellt - «wegen der Brisanz».

«Im "Atlantic" an der Bar traf ich die süße kleine Angela...», singt der im Hamburger «Atlantic»-Hotel lebende Musiker über die Kanzlerkandidatin, die in wenigen Tagen (17. Juli) 51 Jahre alt wird. Und Merkel ihrerseits lässt er gestehen, dass sie schon zu DDR-Zeiten ein Fan des Deutschrockers war: «Sie sagt: "Ey Udo, Du mit Deinem Hut, ich fand Dich immer schon ganz gut. Ich hörte Deine Songs schon auf'm Schwarzmarkt oder bei der FDJ, mein Hemdchen, das war blau - und mein Pony, der war flott."» Bis hin zum Gläschen Eierlikör und dem «schwarz-rot-goldenen Mieder» beschreibt er die «Begegnung».

Entstanden ist ein witziger Song aus der Feder Lindenbergs zur Musik von der Neubrandenburger Band Mohnblau. Der «Panikrocker», der sich mit Liedern wie «Sonderzug nach Pankow», «Bunte Republik Deutschland» oder «Sie brauchen keinen Führer» auch immer wieder politisch engagiert hat, verzichtet diesmal bewusst darauf, sich inhaltlich einzubringen. «Ich mische mich nicht in den Wahlkampf ein, in so schwierigen Zeiten müssen die besten Köpfe des Landes zusammenarbeiten», meint Lindenberg. «Aber jeder weiß natürlich, dass ich in Sachen Friedenspolitik, Aktionen gegen Rechtsextremismus und Atom-Ausstieg viel von Schröder halte.»

Die Neuwahlen, die mit Elmar Brandts «Im Wahlkampf vor mir liegt ein Zonenmädchen» bereits das erste Spottlied hatten, begrüßt der Rockmusiker auf die ihm eigene Art: «Ich erwarte ein gut gelauntes, lockeres Deutschland, dass sich auf seine dichterischen, denkerischen und erfinderischen Fähigkeiten besinnt und endlich sagt: Schluss mit Harry Hänger - sonst wird das Gesicht ja immer länger.» Und er hat noch einen Frisur-Tipp für «seine» Angela, auch wenn sie «neuerdings irgendwie so frisch und sexy aussieht»: «Aber sie könnte den Pony auch mal weit und wild nach hinten tragen. Wenn in Deutschland ein neuer Wind wehen soll, muss das auch zu sehen sein.»

Ob er Merkel je wirklich persönlich getroffen hat, darüber hüllt sich Lindenberg allerdings in Schweigen: «Mitarbeiter des Hotels, die behaupten, uns öfter zusammen gesehen zu haben, sollten sich mal wieder an das höchste Gebot der Hotellerie erinnern - Diskretion.» Am Ende entpuppt sich Udo dann allerdings als nachtragender «Liebhaber», lässt seine «süße kleine Angie» ausgerechnet wegen ihrer Politik doch abblitzen: «Ich hab Dir nämlich noch längst nicht verzieh'n in Sachen Irak - Du bei Bush - auf den Knien... Ich Merkel es ja schon, das wird wohl nix werden mit unsrer scharfen Koalition.»

 
 
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Künstler-Informationen zu "Udo Lindenberg"