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Songs von Bushido und Sido auf dem Index


28.09.2005 15:09

Bonn - Die Bundesprüfstelle hat weitere deutsche Rap-Songs der Plattenfirma Aggro Berlin als «jugendgefährdend» auf den Index gesetzt.


Sido

Der Berliner Rapper Sido ist auf dem Index gelandet.

Verboten worden seien vor allem wegen der sexuellen Herabwürdigung von Frauen das Hitalbum «Maske» von Erfolgsrapper Sido, «Aggro Ansage Nr. 4» und «Vom Bordstein bis zur Skyline» von Bushido, sagte die Leiterin der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM), Elke Monssen-Engberding, der dpa in Bonn. Die Indizierung werde an diesem Freitag im «Bundesanzeiger» veröffentlicht und damit rechtskräftig.

Die Prüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hatte bereits zuvor mehrere Songs und CDs des umstrittenen HipHop-Labels Aggro Berlin auf den Index gesetzt. Erstmals traf der Bann jetzt auch direkt Paul Würdig alias Sido, der von vielen Jugendlichen als Anti-Held verehrt wird. Seit 2004 setzte die Bundesprüfstelle damit bisher zehn Titel aus dem «Gangsta-Rap» auf den Index.

Die CDs oder Musikvideos dürfen damit nur noch unter der Ladentheke an mindestens 18-Jährige verkauft. Auch darf für die Aufnahmen nicht mehr öffentlich geworben werden. Auch der Versand ist verboten. Allerdings sind die Werke seit einiger Zeit auf dem Markt und längst in den Händen von Kindern und Jugendlichen.

Wie bei früher beanstandeten Stücken würden auch bei den nun indizierten Songs Frauen überwiegend als «Nutte», «Schlampe» oder «Dreckstück» bezeichnet, erläuterte Monssen-Engberding. Außerdem enthielten sie eine Mischung aus Sexualität und Gewalt. «Vielfach propagieren die Künstler, dass sie ihre sexuellen Interessen notfalls mit Gewalt durchsetzen.» Ferner seien die Inhalte auch als «verrohend» einzustufen.

 
 
Links zum Thema
Künstler-Informationen zu "Bushido"
Künstler-Informationen zu "Index"
Künstler-Informationen zu "Sido"