50 Cent: Derbe Worte in der Berliner Columbiahalle08.10.2005 16:10 Berlin - Zum Start ihrer Deutschlandtour am Freitagabend vor 3500 Fans in der ausverkauften Berliner Columbiahalle heizten der Rapper 50 Cent und die Gruppe G-Unit ihrem Publikum gehörig ein.
«Fifty» (eigentlich: Curtis Jackson), der sich, seitdem er vor fünf Jahren beinahe erschossen worden wäre, eigentlich nur noch mit kugelsicherer Weste in die Öffentlichkeit traut, trägt nur ein weißes Shirt und - wie es sich gehört, viel zu weite Hosen. Nein, es ist nicht nur seine Show, es ist auch die von Lloyd Banks, Young Buck, Tony Yayo, Young Buck, Mobb Deep, M.O.P., Mase, Spider Loc, dem DJ Whoo Kid und der einzigen Frau Olivia. Kids mit viel zu großen T-Shirts sind mit ihren Eltern gekommen, junge Mädchen mit kurzen Röckchen und knappen T-Shirts und natürlich die Jungs, die selbst aussehen, als gehörten sie zur G-Unit. Als «Fifty und seine Kollegen eine Wasserschlacht auf der Bühne beginnen, grölt das Publikum. In der Halle steht die Luft. Jedes der Mitglieder der G-Unit hat seinen Auftritt. Sie rappen bis der Boden bebt. Es ist nicht der sanfte HipHop, den man in den angesagten Clubs der Stadt hört, den «Fifty» und seine Jungs bieten, sondern harte Beats, die wie Gewehrschüsse dröhnen. Die Bühne sieht aus wie man sich ein amerikanisches Getto vorstellt: Vollgesprayte Mülltonnen stehen im Hintergrund, über die Leinwand flackern Bilder der New Yorker Vorstädte. Die HipHop-Crew feuert das Publikum immer wieder mit derben Worten an. «Get drunk and fuck» und: «We are the right gangstas». Nur bei «P.I.M.P» tritt der Rapper 50 Cent im weißen Anzug und Hut auf, die Bässe dröhnen nicht mehr ganz so aggressiv und im Hintergrund auf der Leinwand wiegen sich leicht bekleidete Mädchen lasziv zur Musik. So ist «Fifty»: Ein Getto Kid und ein Multimillionär. Seine Mutter handelte mit Drogen und wurde umgebracht als er acht war, sein Vater hatte sich schon vor seiner Geburt aus dem Staub gemacht. Bald fing auch er an, mit Drogen sein Geld zu verdienen. Vor fünf Jahren überlebte er zwei Anschläge. Heute verdient der Ziehsohn von Eminem sein Geld mit seiner Musik: Mehr als 20 Millionen Scheiben hat er mittlerweile schon verkauft. Bereits nach gut eineinhalb Stunden ist der Gangsta-Spuk schon vorbei. «Fifty» und die G-Unit geben in der Zugabe noch mal alles, es sind ihre besten Tracks, die sie am Ende spielen. |
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