Sebastian Krumbiegel landet in «Tempelhof»04.02.2010 15:02 Berlin - Ein «Prinz» sucht die Gesellschaft feiner Herren: Der Leipziger Sänger Sebastian Krumbiegel hat ein neues Album gemacht - und zwar ohne die Gesangsgruppe Die Prinzen, deren Mitglied er ist. Mit drei anderen Musikern, die sich Die feinen Herren nennen, unternahm Krumbiegel einen Ausflug in die Welt des Rock'n'Roll. Stimmlich etwas rauer als mit seinen einstigen Thomanerchor-Kollegen von den Prinzen singt der 43-Jährige in Begleitung von Gitarre, Bass und Schlagzeug über Liebe und Einsamkeit. Eine Prise Gesellschaftskritik mit Stücken wie «Verweigerung» ist schon von den Prinzen bekannt, mit denen er einst sanft gegen den Kapitalismus anstimmte («Millionär»). «Tempelhof» haben Sebastian Krumbiegel und die feinen Herren ihr erstes Album genannt. Bereits bei den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 musizierte Krumbiegel mit dem Gitarristen Max Fetzer zusammen. Später kamen noch ein Bassist und ein Drummer zum neuen Bandprojekt hinzu. In einem Tonstudio auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof spielten sie die Lieder live ein - daher auch der Titel des Albums. Tempelhof sei «ein tiefes Wort», weil es zahlreiche Assoziationen wecke, sagt Krumbiegel im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa: «Jeder denkt an den Flughafen, an die Luftbrücke, vielleicht auch an das Dritte Reich.» Die eigentliche Bedeutung als Tempel-Hof sei fast schon ein biblisches Wort. |
|||
| |||
|
|||


