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CDreviews  
 

Science-Fiction-Pop von Janelle Monáe


26.07.2010 08:07

Berlin - Ein fast 70-minütiges Science-Fiction-Märchen um eine Kunstmensch-Heldin namens Cindi Mayweather im Jahr 2719, dazu eine abgedrehte Musikmixtur aus Orchester-Ouvertüren, Funk, Soul und Latin, Indie-Rock und Jazz - kann das gutgehen?


Janelle Monáe

Extravagante Frisur, extravagantes Album. (Bild: Warner)

Es kann, und wie: Mit «The ArchAndroid» legt Janelle Monáe aus dem Nichts ein Großwerk der schwarzen Musik vor, wie es seit «Sign 'O' The Times» von Prince (1987) vielleicht keines mehr gegeben hat.

Wer ist diese junge Frau, deren Stern USA-weit vor einigen Wochen mit einem selbstbewussten Auftritt in der Show von David Letterman aufging? Allzuviel ist nicht bekannt über Janelle Monáe Robinson (24) aus Atlanta. Sie ist gerade mal 1,52 Meter groß, hat eine Musical-Ausbildung hinter sich und tanzt ähnlich schwerelos wie Michael Jackson. Sie trägt schwarze Hosenanzüge, weiße Hemden und Fliege, auf dem Kopf eine dramatisch gewölbte Haartolle. Sie hat ein eigenes Label gegründet und wird von Hip-Hop-Helden wie Sean «Puff Daddy» Combs oder Big Boi gefördert.