Bear In Heaven und die vier Elemente19.08.2010 19:08 Hamburg - Bear In Heaven, Kritikerlieblinge aus Brooklyn mit Wurzeln in Georgia und Alabama, erreichen mit dem zweiten Album durch eine ausgefeilte Mischung aus Pop und Progressive den vorläufigen Höhepunkt ihres künstlerischen Schaffens. Die Zahl 4 scheint für Bear In Heaven eine gewichtige Rolle zu spielen. Liest sich «Beast Rest Forth Mouth» so der Titel des Albums noch wie eine Verballhornung der vier Himmelsrichtungen, so lassen sich die Instrumente der Band ohne Schwierigkeit der klassischen 4-Elemente-Lehre zuordnen: Das dynamische Gitarrenspiel entspricht dem Feuer, die fließenden Synthesizerklänge dem Wasser, der schwerelose Gesang der Luft und die stetig dahin laufende Rhythmussektion erdet dann notwendigerweise dieses Quartett. Schlagzeuger Joe Stickney ist es, der die Songs ein ums andere Mal davor bewahrt, auseinanderzufallen. Sein Beat kann wie beim Eröffnungsstück «Beast In Peace» ein pochend fordernder sein oder wie bei «Dust Cloud» ein maschinenhaft exakt getakteter. Der Synthesizer spielt bei Bear In Heaven eine tragende Rolle. «Lovesick Teenagers» und «Ultimate Satisfaction» bekommen durch dessen Akkordfolgen einen gehörigen New-Wave-Einschlag. Aber auch wenn dieser einmal nicht im Vordergrund steht, gibt der Synthesizer die musikalische Ausrichtung zumeist vor, sei es progressiv und auch psychedelisch, wie in der zweiten Hälfte des Albums - oder als Instrument der Melodieführung bei den eingängigen Pop-Stücken. Hier unterstützt es den körperlos erscheinenden Gesang von Jon Philpot, der in seiner verträumten Art gern einmal wegzudriften scheint. Die gehörige Portion Hall auf seiner Stimme unterstreicht den kosmischen Sound der Gruppe. Durch schleppende Gitarrenriffs erhalten die Songs von Bear In Heaven nochmals die nötige Schwere, aber auch den nötigen Drive, um sich nicht in einer Wolke aus gefälligen Tönen aufzulösen. |
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