Eels wittert Morgenluft26.08.2010 16:08 Hamburg - Als würden die ersten Vögel erwachen, der Morgen reckt sich die Glieder, noch ist es ruhig auf der Straße. Schlaftrunken und behutsam beginnt das neue Album von Eels, mit einer kleinen Ouvertüre von Sounds, Beats und Echos, Fenster auf Kippe, etwas Neues steht vor der Tür. Dann setzt der erste Song ein, «The Hummingbird», und verbreitet eine festliche, fast feierliche Stimmung. Der Tag beginnt, alles könnte gut werden. Mit seinem neuen Album «Tomorrow Morning» rundet der unverwechselbare Eels, der eigentlich Mark Oliver Everett heißt, eine Trilogie ab, die der Multiinstrumentalist und Songwriter mit «Hombre Lobo» im Juni 2009 begann und bereits ein halbes Jahr später mit «End Times» fortsetzte. Das ergibt insgesamt drei Alben in 15 Monaten, kein schlechter Schnitt, vor allem, weil das eindeutig optimistisch eingefärbte Abschlussalbum «Tomorrow Morning» wirklich einen schönen Abschluss bildet. Nach diesem kreativen Kraftakt wird es der eigensinnige Everett in Zukunft wieder langsamer angehen lassen, ihm war nur wichtig, dass die drei Alben zeitlich nicht zu weit auseinander liegen. Jetzt begrüßt er in «The Morning» den Tag, als wäre es der erste eines neuen Lebens, oder gibt seiner Dankbarkeit in «Oh So Lovely» pathetischen Ausdruck. Aber es gibt auch anderes als Lobeshymnen auf diesem eher elektronisch orientierten Album, an dem Drummer Knuckels, der Bassist und Keyboarder Kool G und einige Streicher entscheidend mitgewirkt haben. |
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