Klangflächen von Ólafur Arnalds10.01.2012 08:01 Berlin - Selbst wenn man den Begriff großzügig auslegt - mit Pop hat das nichts zu tun, was Ólafur Arnalds seit Jahren zur einhelligen Begeisterung von Musikkritikern veröffentlicht. Moderne Klassik oder zeitgenössische Kammermusik trifft es noch am besten. Musik mit Mut zur Innerlichkeit ist das Markenzeichen des 25-jährigen Isländers und seines feinen kleinen Labels Erased Tapes. Auch das jüngste Werk des Eigenbrötlers aus dem hohen Norden Europas, das Minialbum «Living Room Songs», ist wieder wunderschön introvertiert und irgendwie nicht von dieser Welt. Da tröpfeln elegische Pianotöne, der Klavierhocker knarrt vernehmlich, ein kleines Streicherensemble schwelgt in Moll, kein Gesang durchbricht die melancholische Stimmung. Die sieben Stücke - von Songs mag man hier nicht reden - klingen wie der Soundtrack zu einem französischen Nouvelle-Vague-Film der 60er. |
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